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Ein Interview mit Frau E.Z aus München zeigt, dass Coaching wahrlich ein Erlebnis ist, denn es gibt Antworten auf die Fragen:
Wo will ich hin?
Was muss ich dafür tun?
Bettina Dejon (bd) von Lorenz-Seminare sprach mit Frau E. Z. (ez) aus München, Privatcoachee:
bd:
Zu welchem Zeitpunkt in Ihrem Berufs- bzw. Privatleben haben Sie sich mit dem Thema „COACHING“ befasst?
ez:
Als mir klar wurde, dass ich nicht einfach nur so weitermachen will wie bisher, sondern mir über mein Potenzial – sprich die Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung – Gedanken machte.
bd:
Gab es einen bestimmten Anlass dafür?
ez:
Die Entscheidung reifte langsam heran. Wenn ich immer nur alleine mir überlege, was es an Alternativen und Weiterentwicklungschancen gibt, drehe ich mich im Kreis.
bd:
Warum haben Sie sich speziell für Coaching entschieden und nicht für ein Seminar?
ez:
Das Coaching ist sehr persönlich ausgerichtet, es ist eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der ich offen und frei über meine privaten Erfahrungen und Fragestellungen sprechen kann – in einem Seminar bleibt alles allgemeiner.
bd:
Nach welchen Kriterien haben Sie Ihren Coach ausgewählt?
ez:
Auf Empfehlung einer Freundin. Wichtig ist es, sich verstanden zu fühlen, ein Gegenüber zu haben, das möglichst Erfahrungen aus der Praxis hat und die Dinge auf den Punkt bringt, u.a. eben die richtigen Fragen stellt.
bd:
Wie kamen sie zusammen? Gab es Vorgespräche?
ez:
Es gab ein Vorgespräch, bei dem beide Seiten abprüften, ob eine Vertrauensbasis vorhanden ist – ob man sich versteht, ob quasi ein Grundverständnis existiert.
bd:
Mussten Sie bestimmte Qualifikationen oder Fähigkeiten mitbringen?
ez:
Hilfreich ist es sicherlich, dass ich mir schon im Vorfeld überlegt hatte, wo die Kernpunkte liegen, um was es mir geht, damit ich konkretisieren konnte, was im Mittelpunkt steht. Je klarer das „Briefing“, desto einfacher laufen die Gespräche. Wichtig ist die Bereitschaft zur Offenheit in eigener Sache und die Fähigkeit zur Kommunikation.
bd:
Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit Ihrem Coach?
ez:
Sehr angenehm und hilfreich. An bestimmten Punkten, bei denen es klemmte, kam ich schneller auf eine Lösung. Wir fanden bisher immer wieder Wege, wie ich in bestimmten Situationen besser reagieren konnte, durch das Reflektieren wurden mir im nachhinein Zusammenhänge bewusst, die ich in Zukunft rechtzeitig einbeziehen kann. Bei jedem Gespräch gab es wertvolle Hinweise, Tipps und Informationen, die mir weiterhalfen.
bd:
Welche Themen besprechen Sie mit ihm?
ez:
Zwei Arten von Fragen: zum einen die generelle Strategie „wo will ich hin? – was sind die nächsten Ziele? Was muss ich dafür tun?“ und zum anderen ganz konkrete Fragen zur jeweiligen Situation, z.B. Erstellen von Bewerbungsunterlagen und Vorgehen bei Bewerbungen.
bd:
Welchen wesentlichen Nutzen empfinden Sie für sich?
ez:
Einen kompetenten Gesprächspartner zu haben, mit dem ich offen und vertrauensvoll sprechen kann, der mir hilft, Licht ins Dunkel zu bringen und lösungsorientiert neue Ideen in das Ganze bringt. Die Betonung liegt hier auf der Praxisseite – es ist kein allgemeines Philosophieren über die Arbeitswelt, sondern konkret und präzise eine Analyse der aktuellen Situation, des Handlungsbedarfs und der jeweiligen Strategie bzw. der Maßnahmen, die zielführend anzuwenden sind.
bd:
Wie bewerten Sie Telefoncoaching als Ergänzung zum persönlichen Coaching vor Ort?
ez:
Für brandeilige Fragen sicher hilfreich – als Ergänzung gehört es dazu, ersetzt aber nicht das persönliche Gespräch.
bd:
Aus Ihrem Blickwinkel: Wie kann ein Unternehmen durch Coachings profitieren?
ez:
Eigentlich wissen die Unternehmen oft nicht, wie hilfreich die (wie in meinem Fall) persönliche Engagiertheit der Mitarbeiter in dieser Sache ist! Das Interesse an der eigenen Entwicklung, an der Klärung offener Fragen oder sogar von konkreten Konflikten gibt mehr Spielraum und bringt Dinge in Bewegung, die anderweitig ins Stocken gerieten und evtl. dem Unternehmen (indirekt) schaden. Nur motivierte, ausgeglichene und zufriedene MitarbeiterInnen sind voll und ganz im Einsatz für die Unternehmensziele. Wenn mehr Menschen sich mit ihren Problemen, die sie im Arbeitsleben haben, direkt auseinandersetzen würden, gäbe es weitaus weniger Reibungsverluste und unnötige Energieverluste.
bd:
Was würden Sie aus heutiger Sicht anderen Coachees empfehlen?
ez:
Ich kenne niemanden, der nicht ab und zu feststeckt. Das Gespräch mit Freunden ist sicherlich oft auch hilfreich, aber diese sind nicht neutral und haben nicht die professionelle Art, mit einer Frage umzugehen. Um weiterzukommen, sich und andere besser zu verstehen, das gesamte Potenzial zu erfahren, dass man oft unbewusst gar nicht alleine erkennt, ermutigt zu werden, neue Wege zu gehen und schlussendlich sich strukturiert an neue Ziele zu wagen – dafür hilft es sehr, mit einem Coach zu analysieren, worum es geht und wohin die Reise geht.
bd:
Vielen Dank, Frau Z., dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir ein paar Fragen zu beantworten. Ich wünsche Ihnen für Ihre berufliche Zukunft alles Gute!

